So geht's

Tagfalter beobachten

Tipps für für einen schnellen Einstieg in die Welt der Schmetterlinge

Auf dieser Seite befinden sich umfangreiche Informationen zu Schmetterlingen mit Fokus auf Tagfalter. Es werden praktische Tipps vermittelt, wie Schmetterlinge am besten beobachtet werden können. Eine Artenliste stellt die Tagfalter vor, die speziell in Marienfelde entdeckt werden können, ergänzt durch Hinweise zu geeigneten Beobachtungsorten. Weiterführende Links verweisen auf vertiefende Inhalte rund um Bestimmung und Lebensweise.

Beobachtungs-Tipps

Hauptsaison von Mai bis September

sonniges, windstilles und mildes Wetter

Vormittags und am frühen Nachmittag

Blütenreiche Wiesen, Waldränder und naturbelassene Flächen

Schneller Einstieg

Um in die faszinierende Welt der Tagfalter einzusteigen und mit der Beobachtung loszulegen zu können, braucht es nicht viel. Hier sind die wichtigsten Dinge:

Schmetterlinge

Über 115 Tagfalterarten sind in Berlin und Brandenburg nachgewiesen – viele davon lassen sich besonders gut in weitläufigen, blütenreichen Flächen entdecken. Tagfalter sind nicht nur schön anzuschauen, sondern leisten mit ihrer Bestäubung einen Beitrag zur Pflanzenvielfalt und zeigen als sensible Umweltindikatoren Veränderungen im Ökosystem früh an. Schon ein kurzer Spaziergang durch Marienfelde genügt, um die beeindruckende Vielfalt der Tagfalter zu erleben.

Feuerfalter

Bestimmungs­buch

Viele Schmetterlings­arten sehen sich zum Verwechseln ähnlich, und erst mit gezielten Hinweisen zu Merkmalen, Lebensräumen und Flugzeiten gelingt die sichere Unterscheidung. Ein gut aufgebautes Bestimmungsbuch bietet nicht nur anschauliche Fotos, sondern erleichtert mit klaren Beschreibungen und Schautafeln das Entdecken neuer Arten. Sehr empfehlenswert ist das Buch "Schmetterlinge: Die Tagfalter und Widderchen Deutschlands" (4. Auflage, 2025) aus dem Ulmer Verlag.

Schornsteinfeger

Online-Kurse

Online-Kurse erleichtert den Einstieg in die Schmetterlings­beobachtung, denn Lernvideos, anschauliche Beispiele und praktische Übungen vermitteln rasch die wichtigsten Erkennungs­merkmale. Die Inhalte lassen sich flexibel abrufen und eignen sich ideal für Einsteiger. Besonders zu empfehlen sind die kostenlosen Kurse der NABU|naturgucker-Akademie , die gut verständlich das Bestimmen heimischer Arten vermitteln.

Turmfalkenwiese

Fernglas

Ein Fernglas ist für die Schmetterlingsbeobachtung zwar nicht zwingend notwendig, kann aber - auch wenn das zunächst ungewöhnlich klingt - echte Vorteile bieten. Gerade wer scheue oder entferntere Tagfalter entdecken möchte, kann Details wie Flügelzeichnung oder Fühlerstruktur mit einem guten Fernglas besser erkennen. Wichtig ist, dass das Fernglas schon auf kurze Distanz scharf stellt; für Schmetterlinge sind Modelle mit möglichst geringer Naheinstellgrenze (optimal unter 2 Meter) besonders geeignet.

Turmfalkenwiese

Kamera

Auch eine Kamera ist für die Schmetterlings­beobachtung nicht unbedingt notwendig, bringt aber ebenfalls ein par Vorteile mit sich. Fotos helfen dabei, besondere Merkmale der Schmetterlinge festzuhalten und können später zu Hause für eine genaue Bestimmung herangezogen werden. Sowohl Kameras als auch Smartphones liefern oft ausreichend detailreiche Aufnahmen, um wichtige Unterschiede sichtbar zu machen. Dadurch lassen sich seltene oder schwer bestimmbare Arten besser identifizieren und Beobachtungen langfristig dokumentieren.

Schachbrett

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Wir planen Termine für kostenlose Führungen in Marienfelde. Melde dich gern per Mail falls du Interesse an weiteren Infos hast.

naturraum47@gmail.com

Weiter­führende Infos

Artenliste für Marienfelde

Faulbaumbläuling

Der Faulbaumbläuling (Celastrina argiolus) ist ein kleiner, zierlicher Bläuling, der in vielen halboffenen Lebensräumen vorkommt. Die Raupen sind nicht sehr wählerisch und fressen diverse Pflanzen, insbesondere Faulbaum und andere Sträucher. Die Falter saugen neben Nektar auch Honigtau von Blattläusen. Er ist von April bis September häufig in Gärten zu beobachten und fliegt in zwei Generationen pro Jahr, wobei die zweite Generation als Puppe überwintert.

Brauner Feuerfalter

Der Braune Feuerfalter (Lycaena tityrus) ist auch als Schwefelvögelchen bekannt und zeigt auf den Flügelrändern auffallend gelbe bis orange Flecken, besonders beim Weibchen. Die Art bevorzugt artenreiche, feuchte Wiesen und mag vielfältige Blütenpflanzen. Die Raupen ernähren sich vor allem von Sauerampfer. Der Falter bildet zwei Generationen pro Jahr und ist durch Lebensraumverluste in seinem Bestand gefährdet.

Kleiner Feuerfalter

Der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist ein leuchtend oranger Tagfalter mit dunkler Saumbinde auf den Flügeln. Er ist sehr anpassungsfähig und kommt in mehreren Generationen von Frühjahr bis Herbst vor. Die Raupen leben hauptsächlich auf Sauerampfer. Der Falter ist häufig und lässt sich auf Wiesen, Brachflächen und sogar in städtischen Parks finden.

Hauhechel-Bläuling

Der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) ist der verbreitetste Bläuling Europas. Das Männchen ist leuchtend blau, das Weibchen meist braun mit orangen Flecken. Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Schmetterlingsblütlern wie Klee. Die Art kommt auf blütenreichen Wiesen vor und fliegt in mehreren Generationen von Mai bis September.

Kleiner Sonnenröschen-Bläuling

Der Kleine Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis), auch Dunkelbrauner Bläuling genannt, ist durch seine dunkelbraune Oberseite mit orangen Randflecken gut erkennbar. Er bewohnt vor allem magere, trockene Wiesen. Die Bestimmung erfolgt am sichersten über Lebensraum und Raupenfutterpflanzen, da mehrere ähnliche Bläulingsarten auftreten können.

Schachbrett

Das Schachbrett (Melanargia galathea) erkennt man leicht an der auffälligen schwarz-weißen Zeichnung der Flügel. Die Art bevorzugt magere, blütenreiche Wiesen und kann regional häufig auftreten. Das Schachbrett zählt zu den größeren Tagfaltern und ist für seine Vielzahl an Lokalformen bekannt.

Resedafalter

Der Resedafalter (Pontia edusa), auch Reseda-Weißling genannt, ist ein lichtliebender Wanderfalter mit heller Flügeloberseite und grüner Musterung auf der Unterseite. Die Raupen leben auf Kreuzblütlern und Resedengewächsen. Die Art bildet meist mehrere Generationen pro Jahr und überwintert als Puppe.

Kleiner Kohlweißling

Der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) ist einer der häufigsten Weißlinge in Gärten und Kulturlandschaften. Der Falter ist weiß mit schwarzen Flecken, besonders deutlich beim Weibchen. Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Kreuzblütlern. Die Art fliegt in mehreren Generationen und ist manchmal als Gemüseschädling bekannt.

Grünader-Weißling

Der Grünader-Weißling (Pieris napi) ist an den grünlich wirkenden Adern auf den Unterseiten der Flügel gut zu erkennen. Er bevorzugt feuchte Wiesen, Waldränder und Ufer. Die Raupen leben an Kreuzblütlern und die Art fliegt meist in zwei Generationen jährlich.

Zitronenfalter

Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) fällt durch seine leuchtend gelben Flügel auf, deren Form an ein Blatt erinnert und so optimal tarnt. Die Art ist besonders langlebig: Erwachsene Zitronenfalter können fast ein Jahr alt werden und überwintern als Falter gut getarnt im Laub.

Karstweißling

Der Karstweißling (Pieris ergane) ist an seiner weißen Flügeloberseite mit nur leicht angedeuteten dunklen Flecken zu erkennen, wobei die Hinterflügelunterseite auffallend gelblich-grünlich bestäubt ist – ein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Weißlingen.

Großer Kohlweißling

Der Große Kohlweißling (Pieris brassicae) ist der größte heimische Weißling mit besonders ausgeprägten schwarzen Flecken. Die Raupen fressen häufig in Gruppen an Kohlgewächsen und werden im Gartenbau als Schädlinge betrachtet. Die Art ist ein ausdauernder Flieger mit weiten Wanderungen.

Admiral

Der Admiral (Vanessa atalanta) ist durch sein kontrastreiches rot-schwarzes Flügelmuster unverkennbar. Als Wanderfalter ist er im Spätsommer regelmäßig aus Südeuropa zu beobachten. Im Herbst sucht der Admiral oft Fallobst oder blühenden Efeu auf.

Distelfalter

Der Distelfalter (Vanessa cardui) ist ein bekannter Wanderfalter, der aus Afrika und Südeuropa jährlich bis nach Mitteleuropa zieht. Er ist orange-schwarz gemustert und weltweit verbreitet. Die Raupen leben bevorzugt an Disteln und anderen Korbblütlern.

Kleiner Schillerfalter

Der Kleine Schillerfalter (Apatura ilia) zeigt einen auffälligen violetten Schimmer auf den Flügeln, der vom Betrachtungswinkel abhängt. Die Art bewohnt meist feuchte Laubwälder mit Weiden. Die Raupen ernähren sich typischerweise von Weiden.

Tagpfauenauge

Das Tagpfauenauge (Aglais io) ist leicht an den großen, augenähnlichen Flecken auf den Flügeln zu erkennen, die Fressfeinde abschrecken sollen. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und überwintert häufig in Kellern oder Schuppen.

Segelfalter

Der Segelfalter (Iphiclides podalirius) beeindruckt mit langen Schwanzfortsätzen und einem schwarzweiß gestreiften Flügelmuster. Er bevorzugt warme, trockene Hänge und Streuobstwiesen, ist aber selten, da geeignete Lebensräume immer seltener werden.

Schornsteinfeger

Der Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus) ist durch die samtbraunen Flügel mit mehreren Augenflecken gekennzeichnet. Er hält sich gerne an Waldrändern, in feuchten Wiesen oder auf Lichtungen auf. Die Raupen leben verborgen an verschiedensten Gräsern.

Großes Ochsenauge

Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) ist einer der häufigsten Tagfalter Europas und leicht an den bräunlichen Flügeln mit dem markanten schwarzen Augenfleck zu erkennen. Es ist ein Kulturfolger, der in Wiesen, parks und auf extensiv genutzten Flächen vorkommt.

Kleines Wiesenvögelchen

Das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) ist ein kleiner, anpassungsfähiger Falter mit bräunlich-oranger Flügelfärbung und einem kleinen Augenfleck. Es kommt in unterschiedlichsten Offenland-Lebensräumen wie Wiesen und Wegrändern vor.

Schwarzkolbiger Braundickkopf

Der Schwarzkolbige Braundickkopf (Thymelicus lineola) gehört zu den Dickkopffaltern und ist an den schwarz gefärbten Fühlerenden zu erkennen. Die unscheinbar orange-braunen Falter sind weit verbreitet auf Wiesen und an Waldrändern, die Raupen fressen an Gräsern.

Malven-Dickkopf

Der Malven-Dickkopf (Carcharodus alceae) ist ein kleiner, graubrauner Falter mit unregelmäßigen dunklen Flecken auf den Flügeln. Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen Malvenarten. Der Falter bewegt sich meist ruckartig und ist oft an sonnigen Plätzen zu beobachten.

Empfohlene Orte

Mauerweg

Entlang des Mauerwegs im Bereich Turmfalkenwiese/Osdorfer Wäldchen findet sich Feld, Wiesen und Waldränder - optimale Lebensräume für Schmetterlinge. Dieser Ort im Süden von Marienfelde eignet sich hervorragend für einen Schmetterlings-Spaziergang.

Freizeitpark Marienfelde

Der Freizeitpark Marienfelde zeichnet sich durch seine weitläufigen, blütenreichen Wiesen und strukturreichen Randbereiche aus, die zahlreichen Tagfalterarten ideale Lebensräume bieten. Besonders die Mischung aus offenen Flächen, Hecken, Altgrasstreifen und Wildblumen macht das Gebiet zu einem Hotspot für Schmetterlingsbeobachtungen – auch seltenere Arten lassen sich hier regelmäßig entdecken.

Links

Schmetterlinge in Brandenburg und Berlin

Über 2.600 Schmetterlings-Arten sind auf diesem interaktiven Portal zu finden. Dazu gibt es anschauliche Verbreitungskarten, detaillierten Artporträts und aktuellen Infos zu Schutz und Gefährdung.
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N&L Heft 3/4 2016

Das Heft steht zum kostenlosen Download und gibt einen Überblick über die Tagfaltervielfalt in Brandenburg und Berlin. Auf 328 Seiten werden 118 Arten mit großformatigen Fotos, Verbreitungskarten und anschaulichen Beschreibungen zu Lebensräumen und Gefährdungsursachen präsentiert.
Download (PDF)

Portal für Schmetterlinge & Raupen

Die Webseite bietet umfangreiche Informationen und zahlreiche Fotos zu Schmetterlingen und ihren Raupen in Mitteleuropa. Besucher finden hier detaillierte Steckbriefe, Bestimmungshilfen und weiterführende Hinweise zur Lebensweise, Entwicklung und Beobachtung verschiedener Arten.
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Schmetterlings-Forum

Das Lepiforum ist die zentrale Austauschplattform für alle, die Schmetterlinge und ihre Raupen bestimmen, beobachten oder einfach mehr über sie erfahren möchten. Durch zahlreiche Fotos und praxisnahe Hilfen ist dieses Forum eine wertvolle Adresse für alle Fragen rund um Schmetterlinge.
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Das bunte Flattern

Hierbei handelt es sich um ein Projekt der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz im Rahmen der Strategie zur Biologischen Vielfalt. Ziel ist es, durch Bürgerwissenschaft und Mitmachaktionen Wissen über Schmetterlinge zu sammeln, um deren Schutz und Vielfalt in Berlin gemeinsam zu fördern.
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Viel-Falter: Tagfalter-Monitoring

Dieser kostenlose Online-Kurs der Universität Innsbruck vermittelt anschaulich die Grundlagen des Tagfalter-Monitorings - auch wenn der Schwerpunkt auf Österreich liegt, eignet er sich hervorragend für alle, die in Deutschland Schmetterlinge beobachten und Bestimmungspraxis sammeln möchten. Nach dem Abschlusstest erhält man ein Zertifikat; Vorkenntnisse sind nicht notwendig, sodass ein schneller Einstieg ins praktische Artenwissen möglich ist.
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VielFalterGarten

Das Projekt lädt dazu ein, städtische Gärten, Balkone und Parks schmetterlingsfreundlich zu gestalten und Tagfalter zu beobachten und zu dokumentieren. Trägerin und verantwortliche Organisation ist das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), das mit europäischen Partnern für die wissenschaftliche Begleitung und Koordination sorgt – Mitmachaktionen, eine App und Auswertungen ermöglichen Citizen Science für alle in Deutschland.
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NaturRaum Marienfelde
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E-Mail: naturraum47@gmail.com
Internet: https://www.ateam.de/naturraum47

Vertretungsberechtigt: René Görlitz (Leitung)

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 18 Abs. 2 MStV: René Görlitz

Die Initiative NaturRaum Marienfelde ist eine ehrenamtliche, nicht eingetragene Initiative.

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